SimCity unter der GPL und für Linux

Electronic Arts hat SimCity bereits im November unter die GPL gestellt und den Quellcode freigegeben. Ein von Don Hopkins unter dem Namen "Micropolis" erstellter Port für den OLPC X0 kann frei heruntergeladen werden.

Der auf Tcl/Tk basierende Port scheint allerdings Probleme mit aktuellen Desktop-Distributionen zu haben, ein bekanntes Problem ist die fehlende Anzeige des Spielfelds - statt dessen sieht der Spieler nur eine rote Fläche.

KDE 4.0.0 Release Day

Die Welt wartet gespannt...

Update: Okay, es ist soweit. Wer bist jetzt noch keine Screenshots gesehen hat kann dies mit dem Visual Guide nachholen.

KDE Plasma vs. X.Org

Aaron Seigo nimmt in einem Blog-Posting Stellung zu einer Reihe von Darstellungsfehlern bei der Verwendung von KDE 4. Scheinbar kommt es unter bestimmten Umständen zu einem Überzeichnen von Fensterteilen bei der Darstellung eines Tooltips/Drop-Down-Menüs, dem "Ausstanzen" von Fensterteilen wenn sich zwei Fenster überlappen oder das Panel wird nicht mehr aktualisiert wenn ein Window Manager mit Composite läuft. Bugtracker-Einträge zu diesen Themen werden als "INVALID" deklariert.

Dem Posting zufolge handelt es sich dabei großteils nicht um Fehler in Plasma, sondern um Fehler in X.Org und den Grafikkartentreibern bei Verwendung von ARGB Visuals. Diese wurden erstmals mit X.Org 6.8 Ende 2004 eingeführt und spezifizieren ein Pixelformat mit einem Alpha-Kanal, erlauben also neben den Farbwerten die Angabe eines Transparenzwertes und können - zusammen mit einem Composite Manager - für Desktop-Effekte benutzt werden.

Allerdings soll dieses Feature nicht immer zuverlässig arbeiten und wird bisher nur von wenigen Applikationen genutzt, was den Leidensdruck bei den X.Org-Entwicklern nicht sonderlich hoch steigen lässt. Umgekehrt neigen Applikationsentwickler dazu, das Feature nicht zu verwenden solange es fehlerhaft ist.

Seigo will diesen "Teufelskreis" nun dadurch aufbrechen dass KDE weiterhin auf ARGB setzt und Fehler an X.Org gemeldet werden, dadurch soll mehr Druck auf X.Org aufgebaut werden. Die aktuelle Version des proprietären NVIDIA-Treibers hat angeblich bereits Verbesserungen in diesem Bereich gebracht.

NVIDIA und Open-Source?

Einem Artikel von Phoronix zufolge plant NVIDIA eine Art "Gegenschlag" gegen AMD. AMD hat in den letzten vier Monaten eine Kehrtwende vollzogen und sich massiv in die Entwicklung eines freien Treibers für die aktuellen Radeon HD Grafikchips eingebracht, letztlich ging man sogar so weit Spezifikationen für jedermann freizugeben.

Was man genau zu erwarten hat lässt der Artikel offen, auch einen Zeitrahmen gibt es nicht - die Rede ist vom dritten oder vierten Quartal.

Man stelle sich vor: Intel, AMD und NVIDIA streiten sich demnächst um den besten Open-Source-Treiber...

QEmu 0.9.1

Das QEmu-Team hat knapp ein Jahr nach dem letzten Release Version 0.9.1 des freien Emulators freigegeben. Das Changelog listet einen ganzen Stapel von Neuerungen auf, darunter auch neue Architekturen (MIPS64 mit FPU, ColdFire, OMAP310, ETRAX CRIS, ARM v6/v7) und Plattformen (XScale PDA, Palm T|E). Eine vorläufige Unterstützung für DEC Alpha ist ebenfalls enthalten.

Die große Anzahl an neuen Features rechtfertigt eigentlich einen Versionssprung auf 1.0.

Ubuntu mit KDE 4

Wer bereits Ubuntu Hardy einsetzt oder Gutsy mit einem zusätzlichen Repository ausstattet kann KDE 4 recht einfach durch Installation der Pakete

kdebase-bin-kde4 kdebase-workspace kdebase-kde4 kdebase-runtime

nachinstallieren. Man sollte darauf achten dass derzeit noch nicht die Version 4.0.0 (Subversion-Revision 757480) ausgeliefert wird, die Packages basieren aber auch einem recht aktuellen Snaphsot (Revision 755919). Dieser unterstützt z.B. auch Icons auf dem Desktop.

AMD gibt weitere GPU-Dokumentation frei

AMD hat einen zweiten Stapel Dokumentation freigegeben: Register-Guides für die Serien M76 (Mobility Radeon HD 2600) und R670 (Radeon HD3850). Darin enthalten ist auch die Dokumentation zuM LVTMA (zweiter Ausgabe-Block für digitale Anschlüsse) und I2C.

KDE 4.0.0 ist "fertig"

Im Subversion-Repository des KDE-Projektes wurde vor 73 Minuten die Version 4.0.0 getaggt. Ab sofort werden Tarballs geschnürt und auf die Mirror-Server hochgeladen, die offizielle Ankündigung ist bereits in Arbeit. In ungefähr einer Woche, wenn alle Pakete verteilt und die Ankündigung in alle Sprachen übersetzt ist, die Release Party findet dann eine weitere Woche später im Google-Hauptquartier in Mountain View, Kalifornien statt.

KDE 4.0.0 wird ausdrücklich nicht als sofortiger Ersatz für die aktuell verfügbare Version 3.5.8 empfohlen. Aaron Seigo hat einen Blog-Eintrag dazu verfasst und klärt über die Hintergründe auf. So ist etwa Plasma noch nicht so weit gereift wie viele Entwickler es sich wünschen und KDEPrint ist noch nicht portiert.

Nachtrag: KDEPIM, KOffice, Amarok, Quanta und einige weitere Pakete sind ebenfalls nicht Teil von KDE 4.0.0.

Probleme bei OLPC

Intel hat nach nur sechsmonatiger Mitgliedschaft seine Unterstützung für das "One Laptop per Child"-Projekt (OLPC) aufgekündigt. Nachdem sich die Entwicklung des ersten Modells "X0" so weit verzögert hatte dass Intel in der Zwischenzeit mit dem "Classmate PC" ein Konkurrenzprodukt an den Start bringen konnte, hatte OLPC-Inititator Nicholas Negroponte Intel aufgefordert, den Classmate PC einzustellen. Intel dagegen will auch in Entwicklungsländern mehrere Produkte auf dem Markt sehen, mittlerweile gibt es neben dem X0 von OLPC und dem Classmate von Intel auch noch den Eee PC von Asus. Für Intel hat der Ausstieg keine Folgen, in den X0-Notebooks werden AMD-Prozessoren verbaut.

Derweil hat der Rechtsstreit zwischen OLPC und LANCOR in Nigeria eine negative Wendung genommen: Ein Gericht in Lagos hat eine einstweilige Verfügung gegen die Verbreitung der Notebooks verhängt. LANCOR wirft OLPC vor, ein Patent des Unternehmens auf mehrsprachige Tastaturlayouts zu verletzen, bestehende Produkte kopiert und Software per Reverse Engineering kopiert zu haben. Die Forderungen belaufen sich auf 20 Millionen US-$. Einem Artikel auf Groklaw zufolge hat LANCOR aber bis jetzt nicht offengelegt welche Patente genau verletzt werden sollen und wie sich die Schadenssumme zusammensetzt.

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