ReactOS 0.2.4

Habe mir gerade mal wieder eine Version von ReactOS (0.2.4) installiert, um ein bisschen zu verfolgen was so an der Front läuft. Bekanntermaßen versuchen die Entwickler nichts weniger, als Windows NT 4.0 komplett nachzuprogrammieren. Sollte das gelingen, stünden dem freien Windows-Klon mit einem Schlag alle existierenden Windows-Treiber zur Verfügung, inklusive allen Applikationen die heute so auf Windows laufen.

Ich finde das gar nicht mal schlecht, dann gäbe es endlich ein Desktop-OS für Otto Normalverbraucher und man könnte aufhören, Linux zu einem Desktop-OS zu machen (was es nicht ist).

Das Mailer-Dilemma

Ich benutze jetzt schon seit einer Weile KMail, vor allem wegen der Geschwindigkeit und weil es sich so toll in KDE einfügt. Allerdings hat KMail keinen eigenen SPAM-Filter und verlässt sich da eher auf spamassassin. Ein Konfigurationsdialog hilft durch die Einstellungen und erstellt dann zwei Filterregeln, die erste schickt die Mail an spamassassin und die zweite verschiebt eine markierte Mail in den SPAM-Ordner. Mit spamd und spamc kann man das ganze noch ein bisschen beschleunigen. Allerdings schleift KMail dann erst mal bei jeder einkommenden Mail einen mehr oder weniger langen Moment unbenutzbar vor sich hin. Nicht gerade der Königsweg. Und in letzter Zeit habe ich immer größere Probleme mit GPG, seit neuestem kann ich verschlüsselte Mails nicht mehr direkt in KMail entschlüsseln - auf Kommandozeile klappts dann aber problemlos.

Eure Meinung zum Thema IPv6?

Die Segnungen der Technik

Wie manche wissen, benutze ich schon seit einer Weile lokal IPv6. Das "Zukunftsprotokoll" unterscheidet sich von außen nicht großartig von IPv4, hat aber eine ganze Menge Änderungen erfahren. Wer mehr wissen will, liest am Besten bei Peter Bieringer weiter. Und mit Linux ist das ganze auch relativ problemlos benutzbar. So richtig Spaß macht IPv6 aber erst, wenn man damit auch Verbindungen ins Internet aufbauen kann.

In Deutschland gibt es (soweit ich weiß) erst 2 Provider, die IPv6 nativ routen können, T-Online kann es jedenfalls nicht. Und weil es weltweit noch einen ganzen Haufen weiterer Provider gibt, die kein IPv6 routen können, gibt es mittlerweile eine stattliche Anzahl von Tunnelbrokern. Ein Linux-Netzwerkdevice (sit) verpackt die IPv6-Pakete in IPv4-Protokoll 41 (ESP) und schickt sie an einen Server, der diese wieder auspackt und dann an den 6BONE weiterreicht. Ich z.B. habe meine Tunnel bei Freenet6, der Service ist kostenlos und bisher hat es keinerlei Stabilitätsprobleme gegeben. Auf Wunsch erhält man ein statisches /48 zur freien Verfügung und der Tunnelbroker-Client tspc erleichtert die Konfiguration erheblich.

lieberbiber.de bekommt ein Gesicht

Nun ist es also doch passiert. lieberbiber.de dient nun nicht mehr nur als ein Platzhalter für E-Mail-Adressen und ein paar DNS-Names (mitunter auch für IPv6), sondern hostet seit heute auch ein bisschen Content.

Was genau hier so alles stehen wird, weiß ich noch nicht. Aber es finden sich bestimmt mit der Zeit ein paar Dinge, die die Welt unbedingt wissen muss.

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