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Linux, UNIX, OSSmm-traffic #5: 2.6.14-rc1-mm1Selected commits to mm-sources from 01/09/2005 08:55 to 17/09/2005 11:09, leading to 2.6.14-rc1-mm1 with a total of 454 new and 832 removed patches: Editors note: Okay, Andrew got me. He released 2.6.14-rc1-mm1 before I could review all patches until 2.6.13-mm2, so this issue covers all patches up to 2.6.14-rc1-mm1. The replacement parts for Ion didn't arrive in time so I'm typing this on an ol' Toshiba Satellite Notebook.
AMD gibt neuen GPU-Microcode für alle Chips freiAMD hat den Microcode für alle Radeon-GPUs freigegeben. Es handelt sich dabei um den nativ auf der Grafikkarte laufenden Code, der bei neueren Karten austauschbar ist um z.B. nachträglich Fehler korrigieren zu können. Die Instruktionen stehen als Hex-Codes in einem Array im Code (shared-core/radeon_cp.c), wird in Microcode überesetzt und vom Treiber in die Karte geladen. Entsprechenden Code hat Alex Deucher bereits hinzugefügt. Angeblich stammen die Tabellen direkt aus dem proprietären fglrx-Treiber. AMD hat damit nur eine Woche nach der letzten Veröffentlichung (R300 3D register reference guide) einen weiteren Schritt in Richtung Open Source gemacht. Auf der Agenda stehen weiterhin die R200-Dokumentation (enthält Programmier-Beispiele für den Einstieg in die Entwicklung), "R600 3D register information" (Hardware-beschleunigtes 3D auf aktuellen Karten) und tcore, ein angeblich 60.000 Zeilen C-Code umfassender Code-Block mit kompletten Beispielen für die Ansteuerung der 3D-Einheiten in der Karte. Bis der von AMD und Novell entwickelte RadeonHD-Treiber Gebrauch von diesen Informationen machen kann wird allerdings noch viel Zeit ins Land gehen: Die Entwickler arbeiten derzeit noch an 2D-Beschleunigung und der XV-Erweiterung.
glxgears auf AMD R500David Airlie hat nach eigenen Angaben erstmals glxgears auf einer AMD R500 (M56 FireGL) mit Open-Source-Treibern und Hardwarebeschleunigunglaufen lassen. Der Code dafür basiert auf dem r300-Treiber aus dem MESA-Projekt. Texturen, Shader etc. werden nicht unterstützt, die Unterschiede zwischen R300 und R500 sollen allerdings nicht sonderlich groß sein. Es besteht also die berechtigte Hoffnung dass der freie radeon-Treiber bald grundlegende 3D-Beschleunigung auf neueren Chips beherrschen wird. Die RadeonHD-Entwicklermannschaft dagegen legt vor allem Wert auf "sauberen" Code und muss vorher noch 2D-Beschleunigung sowie XV-Unterstützung fertigstellen.
AMD gibt 3D GPU Programming Documentation freiAMD hat mit knapp zweimonatiger Verspätung frei verfügbare Dokumente zu den Interna der 3D-Beschleuniger freigegeben. Diese umfassen nicht nur die R500-Chipsätze sondern gehen zurück bis zur R300 (Radeon 9650) und umfassen damit auch jene Teile, die durch den bestehenden X.Org-Treiber für die R300-Serie schon teilweise abgedeckt wurden. Zusammen mit der in Kürze erscheinenden Dokumentation für die aktuellen R600-Chips hat AMD damit binnen weniger Monate alle Dokumente offengelegt die ATI früher nicht freigeben wollte.
Hardware-Spende an die Nouveau-EntwicklerIch habe dem Nouveau-Projekt zwei Grafikkarten, eine GeForce 4 Ti 4800 und eine GeForce 6800 GT, gespendet. Die Karten sind derzeit auf dem Weg nach Frankreich und werden von Stéphane Marchesin weiterverteilt. Wer unbenutzte Hardware in der Größenordnung einer NV40 (GeForce 6xxx oder höher) hat und diese spenden möchte kann sich im IRC (#nouveau auf irc.freenode.net) melden. Eine "Wishlist" existiert derzeit leider nicht.
Weitere GPU-Dokumentation von AMDDas Release des sogenannten "tcore"-Beispielcodes von AMD steht unmittelbar bevor. Der frei verfügbare, angeblich 60.000 Zeilen Code umfassende Brocken sollte eigentlich bereits zu Weihnachten erscheinen und wird den RadeonHD-Entwicklern die bessere 2D-Unterstützung der aktuellen R600-Chips ermöglichen sowie endlich 3D-Beschleunigung erlauben. Den Entwicklern zufolge wird die 3D-Unterstützung in zwei Stufen kommen: Ein erstes Release auf Basis des R300-DRI bringt grundsätzliche Beschleunigung und Unterstützung für Compiz, später wird auf das Gallium3D-Framework umgeschwenkt und ein vollständiger Treiber ausgeliefert. Damit wären Desktop-Effekte auf allen Karten seit der Radeon 7200 möglich (sofern die Karten schnell genug sind...). In einem Forum-Thread auf Phoronix wird indes diskutiert ob AMD die Entwicklung des proprietären Treibers komplett einstellen und in Zukunft nur noch die RadeonHD-Sourcen "veredeln" sollte, etwa durch Nachrüstung der Video-Beschleunigung. Dies dürfte jedoch problematisch werden: RadeonHD steht unter der GPL, würde AMD einen erweiterten Treiber an Kunden ausliefern hätten diese ein Anrecht auf den Sourcecode und die Änderungen wären wieder offen. Update: Ich hatte mich verguckt, RadeonHD steht natürlich unter einer MIT-ähnlichen Lizenz und erlaubt grundsätzlich alles. Es wäre also doch möglich.
2 days until KDE 4.0.1Die Entwicklung am ersten Maintenance-Release für KDE 4.0 wurde wie geplant am 31. Januar eingefroren, das Release kommt am 6. Februar. Wie dem Changelog zu entnehmen ist sind fast nur Bugfixes und einige Optimierungen eingeflossen, zu den wenigen neuen Features gehören folgende:
Update: Die Ubuntu-Server liefern seit eben Packages für Hardy Heron aus.
Feature-Listen für KDE PIM 3.5.9 & KDE 4.1Das KDE PIM Team hat eine Feature-Liste für die Version 3.5.9 (erscheint mit KDE 3.5.9) online gestellt. In der Version 3.5.9 finden sich durch die Zusammenführung mit dem "Enterprise"-Branch des Kolab-Projektes viele Neuerungen, die meisten davon in KMail. Eine vollständige Portierung der KDE-PIM-Anwendungen auf Qt4 und KDE 4 steht noch aus, wer bereits KDE 4 einsetzt muss derzeit noch auf die "alte" Version zurückgreifen. Die Portierung steht aber in den Startlöchern und wird starken Gebrauch von den neuen Basistechnologien machen, etwa D-Bus und Akonadi. Parallel dazu starteten die KDE -Entwickler eine Feature-Liste für KDE 4.1. Diese ist noch recht unvollständig und sollte nicht zu Ernst genommen werden, sondern lediglich eine grobe Richtung aufzeigen in die die Entwicklung laufen soll.
Highpoint schwenkt um zu Open SourceAuf Druck vieler Kunden hat Storage-Controller-Hersteller Highpoint seine Treiberstrategie überdacht und engagiert sich nun aktiv bei der Entwicklung freier Open-Source-Treiber. Ein Patch für den in Entwicklung befindlichen Kernel 2.6.25 bringt Unterstützung für viele aktuelle Modelle, die Entwicklungsabteilung kümmert sich sogar um eine Aufnahme des Treibers in Debian Etch.
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