Computer & Technik

Biber-Casemod

Ein Biber-Casemod. Gemein, aber lustig.

OLPC verschenkt 100 Notebooks auf der LCA

Um auf Entwicklerseite ein größeres Interesse an dem OLPC-Notebook X0 zu erzeugen werden derzeit 100 Geräte per Zufallsprinzip an die Besucher der linux.conf.au verteilt. 70 Stück haben bereits einen neuen Besitzer gefunden.

Behind the scene: Bloody Omaha

Ein YouTube-Video zeigt eindrucksvoll die Arbeiten für eine Geschichtsdoku der BBC, für die die Invasion der Aliierten am Omaha Beach nachgestellt wurde. Nur drei Schauspieler und vier Tage waren für sämtliche Kameraaufnahmen nötig - der Rest kommt aus dem Computer.

Probleme bei OLPC

Intel hat nach nur sechsmonatiger Mitgliedschaft seine Unterstützung für das "One Laptop per Child"-Projekt (OLPC) aufgekündigt. Nachdem sich die Entwicklung des ersten Modells "X0" so weit verzögert hatte dass Intel in der Zwischenzeit mit dem "Classmate PC" ein Konkurrenzprodukt an den Start bringen konnte, hatte OLPC-Inititator Nicholas Negroponte Intel aufgefordert, den Classmate PC einzustellen. Intel dagegen will auch in Entwicklungsländern mehrere Produkte auf dem Markt sehen, mittlerweile gibt es neben dem X0 von OLPC und dem Classmate von Intel auch noch den Eee PC von Asus. Für Intel hat der Ausstieg keine Folgen, in den X0-Notebooks werden AMD-Prozessoren verbaut.

Derweil hat der Rechtsstreit zwischen OLPC und LANCOR in Nigeria eine negative Wendung genommen: Ein Gericht in Lagos hat eine einstweilige Verfügung gegen die Verbreitung der Notebooks verhängt. LANCOR wirft OLPC vor, ein Patent des Unternehmens auf mehrsprachige Tastaturlayouts zu verletzen, bestehende Produkte kopiert und Software per Reverse Engineering kopiert zu haben. Die Forderungen belaufen sich auf 20 Millionen US-$. Einem Artikel auf Groklaw zufolge hat LANCOR aber bis jetzt nicht offengelegt welche Patente genau verletzt werden sollen und wie sich die Schadenssumme zusammensetzt.

Display hin

Das Display meines neuen Trekstor i.Beat Cebrax ist nach nur sieben Wochen "von innen heraus" zerbrochen. Ich hatte den Player in meiner Jackentasche, stand an einer Bushaltestelle und kann mich an keine Krafteinwirkung von außen erinnern. Und selbst wenn, dafür sind die Dinger nun mal gebaut. Sowas ist mir bisher mit keinem anderen Gerät (Handy, andere Player) passiert (schon gar nicht nach sieben Wochen).

Hintergrundbeleuchtung und Wiedergabe laufen noch, einem fachkundigen Menschen zufolge ist aber nicht feststellbar ob ein Layer-8-Fehler vorliegt oder das Display bereits ab Werk fehlerhaft war (Spannungen im Glas). Der Aufwand für die Inanspruchnahme der Gewährleistung liegt wohl weit höher als der Warenwert, muss ich also einfach ohne Display weiterhören.

..und noch mehr WLAN

Ich bin nun stolzer Besitzer eines Cisco 876W und damit eines zweiten WLAN Access Points. Dummerweise sieht WLAN kein explizites Roaming vor, die Umschaltung auf den nächsten Access Point geschieht erst wenn die Verbindung zur derzeit verwendeten Zelle abbricht - zumindest wenn keine zentrale Instanz, etwa ein Wireless Controller, mithilft.

Ärger mit LEDs [Update]

Die moderne Technik segnet uns immer wieder mit spaßiger Technik für den Heimgebrauch. Letzter Schrei: Leuchtmittel mit bis zu 60 einzelnen weißen LEDs, kompatibel zu den bekannten Hochvolt-Halogen-Strahlern mit GU10-Sockel (Bild) und direkt an 230 Volt betreibbar. Wenn mans richtig anstellt kann man die Halogen-Strahler einfach gegen solche mit LEDs austauschen und spart einen ganzen haufen Strom.

Passenderweise wollte ich sowieso einen Artikel dazu schreiben und meine Erfahrungen schildern, jetzt ist folgendes passiert:

Guten Tag,

ich habe am (Datum zensiert) "3 x (Firmenname zensiert) LED Spot /
Strahler GU10 weiß, 20 LEDs" erstanden. Zwei dieser Strahler betreibe ich als
Effekt-Beleuchtung und lasse sie hinter meinem Fernseh-Möbel nach oben an die Wand
strahlen (indirekte Beleuchtung). Stromversorgung, Luftzirkulation, Abstand zu anderen
Geräten etc. sind meines Erachtens völlig innerhalb der Spezifikation.

Gestern Abend, nach insgesamt nur ca. 30 Bestriebsstunden, konnte ich aus
einer Entfernung von ca. 150 Zentimetern folgenden Ablauf beobachten: Eine
kurze Explosion, die Helligkeit im Raum nimmt ab und ein Stück Glas fliegt in
hohem Bogen durch mein Wohnzimmer. Als der Schock etwas nachgelassen hat habe
ich die Stromzufuhr getrennt und die Einzelteile eines der Strahler
zusammengesucht. Verletzt wurde glücklicherweise

Test-Gelände für Galileo

Die bei Berchtesgarden in Bayern errichtete "Galileo Test- und Entwicklungsumgebung" (GATE) nimmt im Februar ihren Betrieb auf und steht allen interessierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Da bisher nur ein Galileo-Satellit (Giove-A) in eine Umlaufbahn gebracht wurde werden die Signale durch bodengebundene Sender auf sechs Bergen ergänzt, später kommen die Signale weiterer Satelliten hinzu. Firmen können für eine Gebühr von 18.400 € pro Woche ihre Geräte testen oder mit fertigen Galileo-Receivern Applikationen entwickeln und testen.

Was mich ein bisschen wundert: Der Galileo-Code ist noch gar nicht spezifiziert, die Erfahrungen aus dem Testbett sollen für die Spezifikation herangezogen werden. Gerätehersteller müssen also wahrscheinlich immer wieder Anpassungen vornehmen oder einfach so lange warten, bis eine endgültige Entscheidung vorliegt. In diesem Kontext mutet die Äußerung von Stephan Jacquemot, Leiter des Technologiemarketing beim DLR, etwas seltsam an: "Wenn Sie in dieser Umgebung navigieren können, wissen Sie, dass es auf der ganzen Welt funktioniert". Eben genau das ist innerhalb von GATE nicht gegeben, denn dort kann sich der Code jederzeit ändern.

Erstes Foto des Open Graphics Prototyps

Im Newsletter vom 10. Dezember hat die Open Hardware Group ein erstes Foto des aktuellen Open-Grpahics-Prototyps gezeigt. Das Board kommt mit zwei Dual-DVI-Ports, TV-Out, 256 MB RAM, PCI und einem 100-poligen Erweiterungsstecker. Ein Xilinx Spartan-3 XC3S4000 FPGA dient als GPU, ein Lattice XP10 FPGA als PCI-Interface. Traversal, die von den Entwicklern gegründete Firma, wird die Prototypen fertigen lassen und vertreiben.

Der OGD1 genannte Prototyp weist ein ungewöhnliches Design auf: Als GPU dient nicht etwa ein ASIC mit festgelegtem Innenleben, sondern ein FPGA - der interne Aufbau dieser Art von Schaltkreisen kann beliebig rekonfiguriert werden, auch zur Laufzeit. Es ist daher möglich ohne kostspielige Neuentwicklung fehlende Features nachzurüsten oder Fehler auszubügeln, solange das Endprodukt (in Form einer Hardware-Beschreibungsdatei) die Möglichkeiten des FPGA nicht sprengt. Laut Aussage der Entwickler reicht die Hardware des Prototypen theoretisch aus um vier Monitore (bzw. zwei mit hoher Auflösung) anzusteuern, die Rechenleistung soll die einer Radeon 7000 übertreffen können - bei einem Stromverbrauch zwischen 18 und 23 Watt. Ende 2005 wurde der Stückpreis mit ca. 120 € angegeben.

Das Open Graphics Project arbeitet bereits seit zwei Jahren an einer Grafikkarte mit vollständig GPL-lizensiertem Design. Damit soll ein beschleunigter Open-Source-Desktop mit freien Treibern möglich werden, ein Punkt der bei den existierenden Lösungen - etwa von ATi/AMD und NVIDIA - immer wieder bemängelt wird - beide speisen den Nutzer mit Binary Blobs ab.

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